8.12.08

Die Marienkäfer geben ihre konspirativen Versammlungen nicht auf. Sie sitzen in einer Ecke und bilden große Haufen. Womöglich streben sie eine Welt-, oder zumindest Hausherrschaft nach Marienkäferart an. Ich kann manchmal ihre Blicke spüren, wenn ich unter ihnen vorbei gehe…ab und zu auch mal ein leises Murmeln und Flüstern hören.


Auf Spiegel.de habe ich diesen Bericht über die Weitergabe von „Glück" in soziale Netzwerke gelesen:

„Demnach steigert ein glücklicher Mensch die Wahrscheinlichkeit, dass sein direkter Nachbar glücklich ist, um 34 Prozent. Bei einem in der Nähe wohnenden Freund sind es 14 Prozent. Jeder dieser Betroffenen gebe die Emotion wiederum tendenziell unter seinen eigenen Bekannten weiter, berichten Christakis und Fowler.

Interessant fand ich folgenden Absatz:

[…] die Wahrscheinlichkeit auf eigenes Wohlbefinden [steigt], wenn ein gleichgeschlechtlicher Freund ebenfalls Glück verspürt. Das Glück von Ehepartnern und Lebensgefährten hatte dagegen einen wesentlich geringeren Einfluss. Und das Glück von Arbeitskollegen war komplett bedeutungslos für das eigene Glücksempfinden."

Wenn man also mit den Freunden einen trinken war, hat sich das Glück über die ganze Bande verteilt und womöglich auch auf den Rest der Meute an dem Ort wo man getrunken hat. Kommt man dann in vollkommener Glückseligkeit Nachts nach Hause und versucht das Glück auch auf die eigene Freundin zu übertragen, schlägt das kolossal fehl. Das Gegenteil ist eher der Fall. Die Freundin leitet Ihren ungeheuren Missmut an den Glückspender weiter und man schläft auf der Couch, womöglich mit gebrochener Nase.

Heute ist auch Tag 1 meines Nichtrauchertums. Nach zwanzig Jahren des Rauchens und ca. fünfzehn Jahren intensiven Rauchens ist Schluss. Ich habe gestern Abend aufgehört und bereits zwei Stunden später sämtliche Stadien(gefühlt) des Entzugs durchgemacht.
Wie zur Hölle teilen Nichtraucher Ihre Zeit ein?
Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das früher gemacht haben muss…ich war da ja noch ein Kind. Die Zigarette hat sich in alle Bereiche meines Lebens eingeschlichen und ich habe keine Ahnung, wie mein Leben ohne Rauch aussehen soll…
  • Kein „Ok, lass uns jetzt das noch fertig machen und dann gehen wir eine Rauchen…"
  • Kein ständiges Qualmen während des Zockens.
  • Kein Rauchen um die Arbeitszeit in viele kleine Einheiten zu unterteilen.
  • Kein Qualm um das Absacken nach dem Essen zu verschönern.
  • Kein „Warte eben, ich rauch nur noch mal eine, dann können wir los." (Um Hektik zu entzerren)
  • Kein „Ich muss jetzt erstmal eine Rauchen!"
  • …usw.

Nur Mut...nur Mut.

Kommentare:

  1. Ich finde, Du machst Dich 1A als Nichtraucher und drücke Dir alle meine Daumen!

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  2. Immer daran denken: Es wird einfacher, nicht schwerer, bis es dann komplett aufhört.

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